Umzug

Keine Chance für Chaos: Mit Lifehacks clever umziehen

Beim Zügeln geht in 99 Prozent aller Fälle immer etwas schief. Pleiten, Pech und Pannen lassen sich selbst bei bester Vorbereitung einfach nicht vermeiden. Meistens lassen sich diese aber mit wenigen Handgriffen beheben, ganz ohne viel Aufwand oder spezielles Werkzeug. Wozu Eiswürfel, Gummiband, Frischhaltefolie und bunte Klebepunkte gut sind, erfahren Sie bei den folgenden Life Hacks, die Ihnen den Umzug erleichtern.

Lifehacks für den Umzug

Lassen Sie Ihre Kleider am Kleiderhaken

 

Von Umzugshelfern am meisten gehasst: schwere Bücherkartons

20 Bücher in den Karton geworfen, zack, ist die Hälfte der Umzugshelfer definitiv nicht mehr in der Lage, den Karton anzuheben. Zu schwere Kartons sind auch einfach nicht rückenfreundlich. Eine Lösung: Rollkoffer. Die guten alten Urlaubsbegleiter halten mindestens 20 Kilogramm, wenn nicht sogar noch mehr Gewicht aus. Auf Rollen lassen sich die Schmöker wesentlich besser transportieren. Eine andere Variante, die Büchersammlung klug zu verstauen, sind spezielle Bücherkartons. Die finden Sie im Baumarkt. Sie sind einfach eine ganze Ecke kleiner als normale Umzugskartons. Der Vorteil: Selbst, wenn sie bis obenhin vollgepackt sind, lassen sie sich problemlos anheben und platzsparend im Möbelauto verstauen.

 

Gummi geben: Wenn der Schraubenkopf durchdreht

Noch eben schnell den Schrank abgebaut, aber Sie haben die Rechnung ohne den ausgefransten Schraubenkopf gemacht. Der dreht nämlich durch und lässt sich mal so gar nicht aus dem Schraubloch entfernen, der Grip fehlt. Dann ist es gut, wenn Sie ein Gummiband zur Hand haben. Und zwar eines von den breiten, die man für Einweckgläser benutzt. Auf den Schraubenkopf legen, Schraubendreher drauf und noch mal versuchen. Klappt wunderbar, oder?

 

Kleine bunte Punkte für die Möbelteile

Wo wir schon beim Schrank abbauen sind: Richtig tricky wird es, wenn Sie in der neuen Wohnung stehen und nicht mehr wissen, welche Bodenplatte eigentlich zu welchem Schrank oder Regal gehört. Einfacher wird’s mit diesem Life Hack: Besorgen Sie jede Menge bunte Klebepunkte und erstellen Sie eine Liste mit Möbelteilen, die auseinander gebaut werden müssen. Jedem Möbelstück ordnen Sie eine Farbe zu. Alle Einzelteile bekommen nun einen entsprechenden Klebepunkt. In den neuen vier Wänden lassen sich die einzelnen Teile so ganz easy sortieren. Auch das jeweilige Zubehör, wie zum Beispiel Schrauben, verpacken Sie separat in Plastiktüten (am besten mit Zip-Verschluss) und markieren Sie diese mit den farbigen Klebepunkten. Mission completed!

 

Auch Kartons wollen bunte Farbtupfer

Die Technik mit den bunten Klebepunkten lässt sich auch auf die Markierung der Umzugskartons übertragen. Einfach eine Liste anlegen und jedem Raum eine Farbe zuordnen. Die Klebepunkte dürfen hier gern ein paar Nummern grösser und somit auffälliger sein. Fragen wie „Und wo kommt das hier hin?“ aufgrund unleserlicher Beschriftungen gehören dann der Vergangenheit an.

 

Remember me: Erinnerungsfoto vom Kabelsalat

Nicht jeder von uns ist ein Computerexperte. Welches Kabel in welche Buxe gehört, lässt sich für Laien häufig nicht mehr nachvollziehen. Die absolut simpelste Methode, auf die man eigentlich auch von selbst kommen könnte: Einfach ein Foto machen und dieses als Anleitung zum Wiederaufbauen benutzen. In unserer Smartphone-Welt wirklich kein Problem und nur eine Sache von Sekunden.

 

Die Verwandlung: Vom Postpaket zum Umzugskarton

Super Life Hack zum Geldsparen: Vielleicht haben Sie noch „normale“ Kartons zu Hause, die früher mal ein Postpaket oder sonstiges Verpackungsmaterial waren. Die können Sie ruckzuck in einen Umzugskarton umfunktionieren, indem Sie sie mit Griffen versehen. Setzen Sie mit einem Cuttermesser drei Schnitte. An der vierten Seite wird das Herausgeschnittene nach innen umgeklappt, fertig!

 

Befördert: Vom Müllbeutel zum Kleidersack

Eigentlich ist es keine gute Idee, Müllbeutel beim Zügeln zu benutzen. Zu gross ist die Gefahr, dass sie versehentlich entsorgt werden. Trotzdem: Beim Kleidertransport sind sie einfach unschlagbar. Alles, was an Kleiderbügeln an der Stange hängt, kommt in den Plastiksack. Die Bänder des Müllsacks knoten Sie an die Bügel. So haben Sie alle Kleidungsstücke schnell verpackt, ohne jedes Hemd einzeln anfassen zu müssen.

 

Besser als Zeitungspapier: Handtücher und Socken

Bevor Sie allerdings alle Kleidungstücke in Müllsäcken verpacken, machen Sie sich am besten erstmal daran, Zerbrechliches zu verstauen. Handtücher oder Bettlaken eignen sich nämlich wunderbar, um Vasen und Co transportfähig zu machen. Kleine zerbrechliche Sachen können Sie in Ihre (gewaschenen) Socken stopfen. So sparen Sie sich eine Menge Verpackungsmaterial.

 

Schubladen fixieren: Frischhaltefolie statt Klebeband

Die Kommode wird von den Umzugshelfern durchs Treppenhaus getragen, sie kippt etwas zur Seite und bums, fällt die erste Schublade heraus. Am besten ist es, Schubladen von vorneherein aus dem Möbelstück herauszunehmen. Wenn das nicht möglich ist, müssen sie fixiert werden. So manch einer greift hier zu Klebeband. Das hält zwar bombensicher, aber hinterher hat man damit keinen Spass: Es dauert manchmal ewig, die Klebereste von den Möbelstücken wieder zu entfernen. Frischhaltefolie ist hier eine Alternative. Die lässt sich nach dem Umzug leicht und ohne Rückstände wieder von den Schubladen lösen.

 

Extrarunde: Klebeband in der Mikrowelle tunen

Kartons lassen sich natürlich trotzdem immer noch am besten mit Klebeband verschliessen. Besonders, wenn das Klebeband schon etwas älter ist, lässt die Klebekraft allerdings deutlich nach. Bevor Sie es in den Mülleimer werfen, gönnen Sie dem Klebeband noch eine letzte Chance: Legen Sie es für eine kurze Zeit in die Mikrowelle, danach sollte es wieder topfit sein. Hat es funktioniert?

 

Angestossen: Der Walnusstrick für kleine Macken

Ups, die Vintage-Kommode von Oma hat eine kleine Macke bekommen. Das Treppenhaus war aber auch wirklich ziemlich eng. Solange es sich nur um einen Schönheitsfehler handelt, ist das kein Grund zum Verzweifeln. Haben Sie zufällig Walnüsse da? Mit leichtem Druck reiben Sie damit über die betroffene Stelle. Durch das Fett, welches die Walnuss enthält, ist von dem Malheur bald nichts mehr zu sehen. Alternativ können Sie auch Olivenöl benutzen. Seien Sie damit aber sparsam, es wird nämlich irgendwann ranzig.

 

Nichts hinterlassen: Druckstellen im Teppich entfernen

Gerade wollen Sie die Tür hinter sich ins Schloss fallen lassen, da pfeift Sie Ihr ehemaliger WG-Mitbewohner zurück. „Ey, und was ist mit den Druckstellen im Teppich, die Dein Sessel hinterlassen hat?“ Ganz souverän können Sie jetzt zum Kühlschrank schlendern und ein paar Eiswürfel aus dem Gefrierfach nehmen. Die legen Sie auf die Druckstellen. Sind sie geschmolzen, lassen sich die plattgedrückten Stellen mit einem Löffel wieder aufrichten. Das kalte Schmelzwasser weicht die Fasern ein und richtet sie wieder auf. Dafür ist nicht einmal der Griff zur Chemiekeule nötig.

 

Schluss mit Suchen: Die Box für alle Fälle

Dass man sich beim Umzug eine Box mit den wichtigsten Dingen packt, die man als Erstes benötigt, ist mittlerweile ja weithin bekannt. Sie können noch eins draufsetzen: Besorgen Sie sich als Very-Important-Kiste eine durchsichtige Plastikbox, die sich deutlich von den braunen Umzugskartons abhebt. Somit haben Sie sie immer im Blick und vermeiden stundenlanges Suchen.

 

Smarte Lösungen für kleine Probleme

Eine gründliche Umzugsplanung gepaart mit diesen Life Hacks sorgt definitiv für einen smoothen Umzug. Wie immer gilt: Bei kleinen Pannen nicht direkt verzweifeln oder in Panik ausbrechen. Mit ein bisschen Köpfchen sind die Probleme ganz fix wieder gelöst.