Checklisten

Und tschüss: Das müssen Sie für die Wohnungsabgabe beachten

Eine neue Wohnung ist gefunden, endlich. Die ersten Umzugskartons haben Sie schon besorgt und das grosse Ausräumen kann losgehen. Klar, Sie möchten einfach fix ausziehen und sich in Ihren neuen vier Wänden einrichten. Trotzdem sollten Sie die alte Wohnung nicht fluchtartig verlassen, sondern die Wohnungsabgabe mithilfe unserer Checkliste gründlich über die Bühne bringen.

Mieter und Verwaltung bei der Wohnungsabgabe

Vorbereitung der Wohnungsabgabe – nicht auf den letzten Drücker!

Am besten bereiten Sie die Abgabe der Wohnung schon einige Wochen vor dem Auszug vor. Haben Sie noch das Übernahmeprotokoll von Ihrem Einzug, eventuell sogar eine Kopie der Mängelliste? Her damit und los geht’s. Gehen Sie ganz in Ruhe durch jeden Raum und versuchen Sie, folgende Fragen zu beantworten:

  • Was ist während der Mietdauer beschädigt worden?
  • Haben Sie etwas an der Wohnung verändert, was wieder rückgängig gemacht werden muss?
  • Welche Sachen übernimmt der Nachmieter und können deshalb so bleiben?
  • Müssen Sie etwas reparieren?

Fertigen Sie für jeden Raum eine Liste mit den offenen To-dos an und notieren Sie auch die Sachen, bei denen Sie sich nicht ganz sicher sind, ob sie in Ihren Verantwortungsbereich fallen.

Rückgängig machen: Muss ich oder muss ich nicht?

Blumenaufkleber am Küchenschrank, bunte Tapete in der Schlafzimmerecke oder selbstklebende Haken im Bad – Sie wissen auf den ersten Blick gar nicht genau, was Sie alles beseitigen und in den Originalzustand zurückversetzen müssen? Grundsätzlich gilt, dass alle Installationen, die Sie selber gemacht oder freiwillig vom Vormieter übernommen haben, zu entfernen sind. Dazu gehören auch selbstklebende Haken, Schrankpapier, eigene Tapeten oder Teppiche. Wenn Sie Glück haben, übernimmt der neue Mieter Ihre Installationen. Das muss der- oder diejenige aber ausdrücklich kommuniziert haben.

Und nicht vergessen: Sämtliche Nägel, Schrauben und Dübel müssen natürlich aus der Wand. Auch wenn die Verlockung gross ist, die entstandenen Löcher bitte nicht mit Kaugummi, sondern fachmännisch mit Spachtelmasse verschliessen. Das dauert auch nicht lang, versprochen!

Und was ist mit Reparaturarbeiten?

Klar, in erster Linie ist die Wohnung ein Nutzgegenstand und dass auch mal etwas kaputt geht, ist völlig normal. Trotzdem sollten Sie auch hier schauen, welche Mietschäden von Ihnen repariert werden müssen und um welche sich Ihr Vermieter kümmert.

Zur normalen Abnutzung gehört beispielsweise das Vergilben von Teppichen und Tapeten, Spuren von Möbeln an der Wand oder Gebrauchsspuren im Waschbecken – vorausgesetzt, dass sich alles im normalen Rahmen bewegt. Bei grösseren Schäden durch Rauchen, Haustiere oder grobe Fahrlässigkeit hingegen sieht das etwas anders aus. Hier müssen Sie für die Reparatur aufkommen und die Aufgaben in die Hände von Handwerkern legen. Sprechen Sie hier am besten mit Ihrem Vermieter und der Versicherung, wie Sie weiter vorgehen wollen.

Als Faustregel gilt: Alle Reparaturarbeiten, für die man keine handwerkliche Ausbildung braucht und auch von den Kosten her niedrig sind, müssen Sie selbst durchführen, bzw. kaputte Teile ersetzen. Dazu gehören zum Beispiel ein defekter Toilettensitz, ein kaputter Duschschlauch und ein Backblech mit eingebrannten Teigresten. Kümmern Sie sich darum auf jeden Fall vor dem Tag der Wohnungsabgabe. Wenn Ihr Vermieter diese Kleinreparaturen in Auftrag gibt, kann es am Ende ziemlich teuer werden und das wäre doch ärgerlich, oder?

Alles soll glänzen: Das müssen Sie vor der Wohnungsabgabe reinigen

Am Tag der Wohnungsabgabe sollte natürlich alles tipptopp sein, damit Ihr Vermieter nichts zu beanstanden hat. Dass alles, aber auch wirklich alles in der Wohnung, inklusive Geräte gründlich gereinigt werden muss, haben Sie sich sicher schon gedacht. Vertrauen Sie Ihren Putzkünsten und legen selbst Hand an oder möchten Sie jemanden beauftragen? Letztlich ist das egal, wichtig ist, dass ein paar grundlegende Sachen beachtet werden:

Flecken weg: Egal ob Kleber, Kaugummi oder Wachsflecken – alles muss weg.

Entkalken: Kalk ist nervig, weil hartnäckig. Da müssen Sie jetzt aber durch. Sämtliche Wasserhähne, Wandplättli, Stöpsel, Abläufe, Brause, Duschschlauch & Co müssen einmal komplett von Kalkablagerungen befreit werden. Hier eignen sich beispielsweise professionelle Entkalker wie durgol.

Entfetten: Die Dampfabzugshaube wird bei der Reinigung gerne mal vergessen. Aber auch hier heisst es, ran ans Fett. Filtermatten müssen ersetzt und die Filtergehäuse von sämtlichem Schmierkram erlöst werden.

Tipp: Halten Sie Wischer und Putzlappen für die Abnahme der Wohnung noch bereit, vielleicht haben Sie doch noch etwas übersehen.

Der Zustand technischer Geräte

Nicht nur sauber müssen die technischen Geräte in Ihrer Wohnung übergeben werden, ein einwandfreier funktionaler Zustand ist nötig, damit der Vermieter Ihnen nicht aufs Dach steigt. Überprüfen Sie in Kühlschrank und Backofen die Innenbeleuchtung. Müssen hier evtl. die Birnen ersetzt werden? Schauen Sie noch einmal, ob alle Zimmertüren mit Schlüsseln versehen sind. Wenn nicht, müssen Sie hier wohl noch einmal auf die Suche. Was ist mit den Rollläden? Ist hier noch ein Aufzugsgurt zu ersetzen? Sollte beim Fussball spielen in der Wohnung eine Fensterscheibe einen Knacks weg bekommen haben, müssen Sie hier ebenfalls fix für Ersatz sorgen.

Jetzt geht’s los: der Ablauf der Wohnungsabgabe

Normalerweise muss die Wohnung am letzten Tag des Mietverhältnisses abgegeben werden. Schauen Sie aber noch mal im Mietvertrag nach – oft reicht auch der Folgetag bis 12 Uhr mittags. Rufen Sie Ihren Vermieter frühzeitig an und vereinbaren Sie einen Termin. Haben Sie Ihre Wohnung von einer Reinigungsfirma putzen lassen? Wenn ja, sorgen Sie dafür, dass ein Vertreter des Unternehmens bei der Abgabe dabei ist. Gemeinsam wird nun das Abnahmeprotokoll erstellt, in welchem der genaue Zustand der Wohnung vermerkt wird. Achten Sie darauf, dass hinter jeder Position, die nicht beanstandet wird, ein Haken gemacht wird. Somit wird Schwarz auf Weiss festgehalten, dass alles in Ordnung ist.

Sollte doch noch der ein oder andere Mangel festgestellt werden, wird das im Abnahmeprotokoll notiert. Unterschreiben Sie das Protokoll aber nur, wenn Sie mit allem einverstanden sind, was darauf vermerkt ist. Selbst wenn Sie sich bei einigen Sachen nicht einig sein sollten, halten Sie diese Unstimmigkeiten unbedingt im Protokoll fest. Behalten Sie eine unterschriebene Kopie des Protokolls für die Unterlagen.

An alles gedacht?

Es ist vollbracht. Die Wohnung ist übergeben, sämtliche Schlüssel sollten Sie dem Vermieter ausgehändigt haben. Vergessen Sie nicht, Strom, Gas und Telefon abzumelden, Ihre Adresse zu ändern und die Mietkaution zurückzufordern. Auf in die neuen vier Wände!

Damit Sie auch wirklich nichts vergessen, haben wir alle Punkte für Sie in einer Checkliste zusammengestellt.

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