Wohnen

Wohntraumstudie zeigt: Kaufen lohnt sich

Immobilieneigentümer sparen gegenüber Mietern mehrere Hundert Franken Wohnkosten im Monat. Mieter bleiben zwar flexibler was Ortswechsel angeht, doch für Haus- sowie Wohnungseigentümer winkt in den meisten Fällen eine deutliche Kostenersparnis.

Wer eine Immobilie kauft statt diese zu mieten, spart damit eine Menge Geld. Die Wohntraumstudie 2016/2017 von MoneyPark und dem Maklernetzwerk alaCasa.ch hat die Wohnsituation der 919 Teilnehmer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Hauseigentümer haben mit durchschnittlich 1’461 Franken im Monat die niedrigsten Wohnkosten, dicht gefolgt von Wohnungseigentümern (1’619 Franken).

 

Durchschnittliche Monatliche Wohnkosten in CHF

 

Wer hingegen eine Wohnung mietet, zahlt durchschnittlich fast 2’000 Franken. Am teuersten sind gemietete Häuser mit knapp 2’300 Franken. Im Vergleich zu den Mietern sparen Wohneigentümer so jedes Jahr fast 6‘000 Franken – und dies unter Einbezug sämtlicher Nebenkosten.

 

Tiefe Zinsen machen Wohneigentum äusserst attraktiv

Die Hypothekarzinsen sind zurzeit so niedrig wie nie zuvor. Davon profitieren Immobilieneigentümer weitaus mehr als Mieter. Zwar können auch Mieter eine Reduktion der Mietzinsen erwirken, wenn der Referenzzinssatz sinkt, doch sind Vermieter nicht verpflichtet, die tieferen Zinsen vollumfänglich an die Mieter weiterzugeben. Neben den tieferen Zinsen können Immobilieneigentümer auch steuerlich profitieren. Denn Zinskosten, aber auch der laufende Unterhalt der Immobilie lassen sich von der Einkommenssteuer abziehen. Wer gut kalkuliert, kann also nicht nur bei den Wohnkosten sparen, sondern überdies auch noch bei den Steuern profitieren. Bedenken sollten Immobilienkäufer aber immer, dass der Traum vom Eigenheim auf Kosten der Flexibilität geht. Ein rascher Ortwechsel, wenn sich bspw. die berufliche oder private Situation ändert, ist nicht so einfach möglich.

 

Nur die wenigsten Schweizer Haushalte können sich Wohneigentum leisten

Obschon sich mit der eigenen Immobilie Geld sparen lässt, sind die Schweizer nach wie vor ein Volk von Mietern. Die Eigentümerquote verharrt auch im europäischen Vergleich auf tiefen 38.5 Prozent. Grund dafür sind neben hohen Immobilienpreisen nicht zuletzt hohe regulatorischen Hürden, die viele Schweizer vom Immobilienmarkt ausschliessen. Dabei scheitern die Immobilieninteressenten meist nicht am fehlenden Eigenkapital, sondern an den hohen Tragbarkeitshürden, wonach die laufenden Kosten der Immobilie nicht mehr als ein Drittel des Haushaltseinkommens ausmachen dürfen. Neben den Zinskosten gehören zu den laufenden Kosten auch die Amortisation (rund 1 Prozent der Hypothekarsumme pro Jahr) sowie Unterhalts- und Nebenkosten (rund 1 Prozent des Immobilienwerts pro Jahr). Gerechnet wird jedoch nicht mit den effektiven Zinsen, sondern mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5 Prozent. Gemäss einer aktuellen Studie von MoneyPark schliessen diese regulatorischen Hürden mittlerweile rund zwei Drittel der Schweizer Haushalte vom Immobilienmarkt aus. Für die meisten Schweizer bleibt damit der Traum vom Eigenheim ein unerfüllter Wunsch.

 

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