Umzug

Do-it-Yourself Umzug: 7 Tipps für das selber zügeln

Der Umzug steht bevor und das Konto ist leer? Dann kommt eine professionelle Umzugsfirma wohl eher nicht infrage und das selber zügeln ist eine günstige Alternative. Was Sie beim sogenannten Do-it-Yourself Umzug beachten müssen, erklären wir in diesem Artikel.

Selber umziehen: Auto voll mit Umzugsgut

Selber zügeln: Planung, Organisation, Management

Haben Sie tatkräftige Freunde? Dann ist das schon mal die halbe Miete. Verfügt der ein oder andere über besondere handwerkliche Fähigkeiten? Noch besser! Das Wichtigste bei einem selbstständigen Umzug sind jedoch die Planung, die Organisation und das Umzugsmanagement. Sie sollten sich im Voraus genügend Zeit nehmen um einiges durchzudenken:

1. Zeitplan machen

Wann wollen Sie umziehen? Haben Sie genügend Zeitpuffer eingeplant? Denn Ihnen sollte klar sein: Wenn Sie selber zügeln und alles auf eigene Faust organisieren, kostet das viel Zeit. Mit dem Packen sollten Sie beispielsweise mindestens einen Monat vorher anfangen. Besonders dann, wenn Sie nebenbei noch arbeiten oder studieren. Der Planungs- und Umzugsaufwand hängt aber vor allem von der Grösse der Wohnung und der Entfernung Ihres neuen Zuhauses ab.

2. Zügelhelfer finden

Das A und O beim Umziehen ohne Umzugsfirma sind Ihre Freunde. Denn diese ersetzen kostspielige Umzugshelfer. Wenn Sie selbst schon häufig beim Zügeln mit angepackt haben, stehen Ihre Chancen auf rege Beteiligung gut. Verschaffen Sie sich eine Übersicht, wie viele Leute Sie zum Zügeln brauchen.

Es ist eine gute Idee, die Helfer in Teams einzuteilen. Vielleicht hilft Ihnen schon jemand beim Packen? Am Umzugstag selbst kann sich einer um die Verpflegung kümmern, während ein anderer die Aufsicht beim Verladen der Zügelkisten übernimmt. Planen Sie lieber zwei bis drei Helfer zu viel ein, denn so manch einer sagt vorher leichtfertig zu und in letzter Minute doch wieder ab. Wer kennt das nicht?

3. Umzugstransporter mieten

Ach ja, das Fahrzeug – woher nehmen, wenn nicht stehlen? Einfach mal im Freundeskreis fragen, ob Ihnen da jemand aushelfen kann. Wenn nicht, müssen Sie wohl oder übel einen Lieferwagen mieten. Nehmen Sie sich genügend Zeit, nach passenden Angeboten zu schauen, denn auch hier können Sie Geld sparen. Zum Beispiel in unserem Do-it-Yourself Shop, wo Sie 10% beim Mieten eines Lieferwagens sparen.

Besorgen Sie den Umzugswagen am besten schon am Vorabend Ihres Zügeltages, ansonsten kann es morgens stressig werden, falls Sie mit dem Umzugstransporter im Stau stecken bleiben. Übrigens: Selbst wenn Ihr eigenes Auto kein Möbelwagen ist, so passt trotzdem einiges hinein. Bei jeder Fahrt können Sie Kleinteile wie z. B. Blumentöpfe prima mitnehmen.

Kleiner Tipp: Wenn Sie am Zügeltag mit mehreren Fahrzeugen zwischen Ihrer Wohnungen hin- und herfahren, ist es nützlich, wenn jeder einen Lageplan von der neuen Wohnung dabei hat und Ihre Kartons vernünftig beschriftet sind. Sonst steht die Plattensammlung im Badezimmer und da gehört sie ja wohl überhaupt nicht hin.

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3. Umzugsversicherung abklären

Die Umzugsversicherung sollten Sie vor Ihrem Umzug wirklich gründlich abchecken. Haben Sie eine Hausratversicherung, so ist Ihr Zügelgut in der Regel mit abgedeckt. Auch in Ihrer Haftpflicht sollten Sie einmal nachschauen. Damit sind häufig Schäden, die Sie selbst verursachen, mit eingeschlossen.

Was passiert aber, wenn Ihr Freund die teure Vitrine fallen lässt und sie zerbricht in tausend Einzelteile? Da Ihre privaten Umzugshelfer Ihnen eine sogenannte „Gefälligkeit“ erweisen, fallen solche Unglücksschäden nicht unter die private Hausrat- oder Haftpflichtversicherung.

4. Zügelkisten und Packmaterial

Ohne Umzugskartons geht natürlich gar nichts, die sollten Sie rechtzeitig besorgen. Entweder kaufen Sie neue Umzugskartons oder fragen mal im Freundes- und Bekanntenkreis herum, ob jemand welche abzugeben hat. Oft sind bereits benutzte Kartons noch gut in Schuss. Auch lohnt es sich, online nach Umzugskartons zu schauen. Ab und zu findet man gebrauchte Zügelkisten, die an Selbstabholer sogar umsonst abgegeben werden.

Gleichzeitig müssen Sie sich mit ausreichend Verpackungsmaterial eindecken. Dazu gehören unter anderem Füllmaterial, Packdecken, Tragegurte und Müllsäcke. Klebeband ist auch wichtig, denn es hilft in so manchen Notlagen.

5. Das Packen und Ausmisten

Das Packen der Umzugskartons steht an. Je gründlicher und besser Sie einpacken, desto weniger Zeit benötigen Sie beim Auspacken im neuen Zuhause. Wir haben Ihnen ein paar Tipps und Tricks zum intelligenten Packen von Umzugskartons zusammengestellt. Auch ist ein Umzug eine gute Gelegenheit, Altes loszuwerden und mal wieder richtig auszumisten.

Wie das Entrümpeln der Wohnung elegant gelingt, lesen Sie in diesem Artikel über das Entrümpeln und Ausmisten der Wohnung. Doch vielleicht lässt sich das ein oder andere noch weiterverkaufen? Beachten Sie dabei diese Tricks, um Secondhand-Möbel erfolgreich in Szene zusetzen.

6. Werkzeug

Sie müssen keine eigene Werkstatt besitzen, um umzuziehen. Aber eine gewisse Grundausstattung ist schon vonnöten. Folgende Umzugshelfer sollten auf keinen Fall fehlen:

  • Schraubendreher
  • Kombizange
  • Hammer
  • Innensechskantschlüssel
  • Bohrmaschine
  • Akkuschrauber

Brauchen Sie ausserdem noch spezielle Transportgeräte? Für Waschmaschinen und Co. ist beispielsweise eine Sackkarre unerlässlich.

7. Zügelhelfer verpflegen

Es wurde schon angedeutet – Ihre Freunde erweisen Ihnen mit der Zügelhilfe einen Gefälligkeit. Genauso gut könnten sie auch eine Runde auf ihrer Couch chillen oder sonst was anderes unternehmen. Aber nein, sie helfen Ihnen. Das sollten Sie ihnen auch irgendwie danken. Und zwar nicht erst mit der Einladung zur Einweihungsparty. Sorgen Sie dafür, dass es am Umzugstag auch ordentlich was zu futtern gibt. Hier finden Sie Tipps für das perfekte Umzugsessen.

Und zum Schluss: gemeinsam anstossen!

Seien wir mal ehrlich – den Aufwand ist das selbst organisierte Umziehen auf jeden Fall wert. Denn hat man eineTruppe von Helfern zusammengetrommelt und die richtige Musik am Start, macht selber zügeln richtig Spass. Und ein kühles Bier schmeckt nach getaner Arbeit zwischen den Umzugskartons doch herrlich, oder?