Umzug

Do it yourself statt Profis: Einfach mal selber zügeln

Einmal das Portemonnaie umgedreht – nix herausgefallen. Den Kontostand gecheckt – uuh, schnell weggucken. Es ist Ebbe auf allen monetären Kanälen. Dumm nur, dass Ihr Umzug in wenigen Wochen vor der Tür steht. Was das bloss wieder kostet. Nach reichlich Kalkulation stellen Sie fest, dass Sie sich gerade mal das Zubehör leisten können: Zügelkisten, Füllmaterial und ein bisschen Klebeband. Die Überlegung, ein professionelles Umzugsunternehmen zu buchen, kommt für Sie also schon gar nicht mehr in Frage. Kein Grund zum Verzweifeln. Dann müssen Sie eben selber zügeln. Wie Sie das klug anstellen und was Sie dafür brauchen, erfahren Sie hier.

 

Selber umziehen: Auto voll mit Umzugsgut

 

Selber zügeln und organisieren, warum eigentlich nicht?

Genau, warum eigentlich nicht? Haben Sie tatkräftige Freunde? Dann ist das schon einmal die halbe Miete. Vielleicht verfügt der ein oder andere sogar über besondere handwerkliche Fähigkeiten? Noch besser. Am wichtigsten bei einem selbst organisierten Umzug ist allerdings die Planung. Sie sollten sich im Voraus genügend Zeit nehmen um einiges durchzudenken.

Zeitplan machen

In welchem Zeitraum muss der Zügeltermin liegen? Haben Sie genügend Zeitpuffer eingeplant? Denn das sollte Ihnen klar sein: Wollen Sie selber zügeln und alles auf eigene Faust organisieren, kostet das wirklich viel Zeit. Mit dem Packen sollten Sie beispielsweise mindestens einen Monat vorher anfangen. Besonders, wenn Sie nebenbei noch arbeiten oder studieren müssen. Der Planungs- und Umzugsaufwand hängt aber vor allem von der Grösse der Wohnung und der Entfernung Ihres neuen Zuhauses ab.

Freunde fragen

Das A und O beim Zügeln auf eigene Faust sind Ihre Freunde. Denn diese ersetzen kostspielige Umzugshelfer. Wenn Sie selbst schon häufig beim Zügeln mit angepackt haben, stehen Ihre Chancen auf rege Beteiligung auf jeden Fall gut. Verschaffen Sie sich eine Übersicht, wie viele Leute Sie zum Zügeln überhaupt brauchen. Es ist eine gute Idee, die Helfer in Teams einzuteilen. Vielleicht hilft Ihnen schon jemand beim Packen? Am Umzugstag selbst kann sich einer um die Verpflegung kümmern, während ein anderer die Aufsicht beim Verladen der Zügelkisten in den Transporter übernimmt. Planen Sie auch lieber zwei bis drei Helfer zu viel ein. So manch einer sagt Wochen vorher leichtfertig zu und in letzter Minute kommt dann doch noch etwas dazwischen. Wer kennt das nicht?

Fahrzeug leihen

Ach ja, das Fahrzeug – woher nehmen, wenn nicht stehlen? Auch einfach mal im Freundeskreis herumfragen, ob Ihnen da jemand aushelfen kann. Wenn nicht, müssen Sie wohl oder übel einen Lieferwagen mieten. Nehmen Sie sich genügend Zeit, nach passenden Angeboten zu schauen, können Sie aber auch hier Geld sparen. Dies können Sie beispielsweise auch in unserem Do-it-yourself Shop, wo Sie 10% beim Mieten eines Lieferwagens sparen.

Besorgen Sie den Umzugswagen am besten schon am Vorabend Ihres Zügeltages. Ansonsten kann es morgens schon mal stressig werden, wenn Sie mit der Karre noch irgendwo im Stau feststecken. Übrigens: Selbst wenn Ihr eigenes Auto kein Möbelwagen ist, so einiges passt trotzdem hinein, wenn Sie klug packen. Bei jeder Fahrt lassen sich Kleinteile wie z. B. Blumentöpfe prima mitnehmen.

Kleiner Tipp:  Wenn Sie am Zügeltag mit mehreren Fahrzeugen zwischen Ihrer Wohnungen hin- und herfahren, ist es nützlich, wenn jeder einen Lageplan von der neuen Wohnung dabei hat und Ihre Kartons vernünftig beschriftet sind. Sonst steht die Plattensammlung im Badezimmer und da gehört sie ja wohl überhaupt nicht hin.

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Versichert?

Das sollten Sie vor Ihrem Umzug wirklich gründlich abchecken. Haben Sie eine Hausratsversicherung, ist Ihr Zügelgut in der Regel mit abgedeckt. Auch in Ihrer Haftpflicht sollten Sie einmal nachschauen. Damit sind häufig Schäden, die Sie selbst verursachen, mit eingeschlossen. Was passiert aber, wenn Ihr Freund die teure Vitrine fallen lässt und sie zerbricht in tausend Einzelteile? Da Ihre privaten Umzugshelfer Ihnen eine sogenannte „Gefälligkeit“ erweisen, fallen solche Unglücksschäden nicht unter die private Hausrat- oder Haftpflichtversicherung.

Rundum-Service für die fleissigen Helfer

Es wurde schon angedeutet – Ihre Freunde erweisen Ihnen mit der Zügelhilfe einen Gefälligkeit. Genauso gut könnten sie auch eine Runde auf ihrer Couch chillen oder sonst was anderes unternehmen. Aber nein, sie helfen Ihnen. Das sollten Sie ihnen auch irgendwie danken. Und zwar nicht erst mit der Einladung zur Einweihungsparty. Sorgen Sie dafür, dass es am Umzugstag auch ordentlich was zu futtern gibt.

Zügelkisten und Packmaterial

Ohne Umzugskartons geht natürlich gar nichts. Die praktischen Dinger sollten Sie rechtzeitig besorgen. Entweder kaufen Sie sie neu oder fragen mal im Freundes- und Bekanntenkreis herum, ob jemand welche abzugeben hat. Oft sind sie noch gut in Schuss. Auch online lohnt es sich, nach den Pappdingern zu schauen. Ab und zu findet man gebrauchte Zügelkisten, die an Selbstabholer sogar umsonst abgegeben werden.

Gleichzeitig müssen Sie sich mit ausreichend Verpackungsmaterial eindecken. Dazu gehören unter anderem Füllmaterial, Packdecken, Tragegurte und Müllsäcke. Klebeband ist von der Wichtigkeit auch ganz weit oben anzusiedeln – das hilft in so manchen Notlagen.

Werkzeug

Sie müssen keine ganze Werkstatt besitzen, um umzuziehen. Aber eine gewisse Grundausstattung ist schon vonnöten. Folgende Umzugshelfer sollten auf keinen Fall fehlen:

  • Schraubendreher
  • Kombizange
  • Hammer
  • Innensechskantschlüssel
  • Bohrmaschine
  • Akkuschrauber

Brauchen Sie ausserdem noch spezielle Transportgeräte? Für Waschmaschinen und Co ist beispielsweise eine Sackkarre unerlässlich.

 

Und zum Schluss: gemeinsam anstossen!

Seien wir mal ehrlich – den Aufwand ist das selbst organisierte Umziehen auf jeden Fall wert. Hat man eine coole Truppe von Helfern zusammengetrommelt und die richtige Musik am Start, macht selber zügeln richtig Spass. Und nach getaner Arbeit schmeckt ein kühles Bier zwischen lauter Umzugskisten doch immer noch am besten, oder?

 

Quelle

Bild: Williams College „Williams College 2014 First Days – Move In“ | flickr